Samstag, 2. April 2011

Westkueste der Suedinsel

Nach laengerer Abstinenz des Internets kommt heute mal ein groesseres Update. 

Nachdem wir auf der Suedinsel (Picton) angekommen waren, haben wir uns auf die extreme kurvigen Strassen, die “Queen Charlotte Drive” begeben. Laut den Schildern duerfte man prinzipiell auf der Strasse 100 km/h fahren – aber mal ehrlich, selbst ein Porsche wuerde mit ueber 80 Sachen in den Kurven die steile Kueste hinunterkrachen. Nun gut, also fuhren wir mit ca. 40 km/h die Strassen entlang und genossen die herliche Aussicht. In Kaiteriteri (die Kueste Richtung Sued-Westen entlang) angekommen wartete auf uns ein wunderschoenes Backpacker-Hostel inmitten von Apfelplantagen. 
Hier konnten wir unser Zelt aufschlagen und ein wenig die Gegend erkunden. Entlang des Abel Tasman National Park und Farewell Spit entdeckten wir einsame Straende, den sogenannten Split Apple Rock und ziemlich viele Schafe.
Die Westkueste der Suedinsel brachte jedoch nicht nur schoene Seiten zu Tage. Die extrem fiesen und gehassten “sand flies” sind schlimmer als jede Muecke. Man hoert sie nicht, man merkt sie nicht und die Bisse, die sie hinterlassen, sind weder mit Fenestil noch mit Kortison zu baendigen. Also bleibt einem nichts anderes uebrig, als eine Schicht Sonnencreme, eine Schicht Autan und dann noch – es ist ja noch nicht genug -  eine weitere Schicht von dem hiesigem oeligem Insektenabwehrmittel aufzutragen. Trotz aller Bemuehungen und tausende von Sandfliegenleichen sehen unsere Beine aus als waeren wir durch Stacheldrahtzaun gewandert.
Doch nun wieder zu den angenehmen Seiten. Eigentlich soll die Westkueste regnerisch, windig und mit rauer See die Urlauber begeistern. Wir durften jedoch die Kueste ohne Wolken und Wind aber dafuer mit ganztaegiger warmer Sonne geniessen.
In Punakaki schauten wir uns die “Pancake Rocks” sowie die Robbenkolonie an, fuhren aber direkt weiter Richtung Kokitika. 
Der Zeltplatz dort wurde im Lonely Planet als Spielwiese fuer Kinder beschrieben. Ist doch klar, dass wir da hinmuessen, oder nicht? Direkt am Meer, mit Strand, gelegen und einem eingenen kleinem Streichelzoo (Hasen, ein dickes faules Schwein, Alpakas und Ziegen)… ha und sofort ist Julia gluecklich. Der Sonnenuntergang am Strand war einmalig. 
Um jedoch die naechsten Tage das perfekte Wetter zu nutzen fuhren wir schnell weiter um den Fox Gletscher zu besteigen.
Die gefuehrte Tour (ohne darf und kann man nicht hinauf) war professionell und jeder Flip-Flop Touri wurde mit Bergsteigerschuhen und Spikes, sowie von Handschuhen bis dicker Regenjacke eingekleidet. Auf den Gletscher angekommen kraxelte die Gruppe durch Gletscherspalten und in kleine Eishoehlen. Hier war das Eis kristallklar und scheinte hellblau aus dem Gletscher hervor. Ach so.. und die Tourleute muessen jeden Tag aufs neue kleine Wege und Treppenstufen mit einer Spitzhacke in den Gletscher schlagen damit wir Touristen dort vernueftig laufen koennen. Was eine wunderbare Arbeit… Jedoch durch die taeglische Gletschereisbewegung notwendig. 
Vom Fox Gletscher aus nahmen wir den Highway Nr. 6. Dieser Weg soll eine der schoensten Routen der Welt sein und –ja- wir koennen bestaetigen hier findet man Wasserfaelle, schoene Picknickplaetze und die sogenannten Blue Pools. Ich glaube die Bilder erklaeren warum der Name entstanden ist. 
Hier waren die Sandfliegen jedoch so extreme vorhanden, dass das Geniessen der Sehenwuerdigkeiten erschwert wurde. Nur die Autotuer kurz zu oeffnen reichte aus und schon kam ein Schwarm der Biester ins Auto. Also blieb uns nichts anderes uebrig, als im Auto herumzukrakseln und wie wild alle sandflies umzubringen, die man nur konnte. Die Landschaft war wahrlich beeindruckend, jedoch nur vom Auto mit geschlossenen Fenstern aus wirklich zu geniessen. Bestenfalls koennte man im Imkerkostuem noch ins Freie...

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