| Theoretisch "Cave: Schafe", in Wirklichkeit: "Cave: totes schwanzloses Possum" |
In Kaikoura hatten wir unseren ersten wirklichen Regentag auf der Suedinsel! Unsere Wal-Beobachtunstour um 7.15 wurde aufgrund des starken Seegangs gecanceld. Da wir trotzdem gerne Wale beobachten wollten, konnten wir uns zwischen einem Hubschrauberflug oder einer spaeteren Tour entscheiden (natuerlich haetten wir auch einfach das Geld wiederbekommen koennen, aber wir wollten ja Wale sehen). Das Problem mit dem Hubschrauber ist jedoch, dass man nur 30 Minuten in der Luft waere und auch nicht wirklich immer einen Wal sieht. Somit haben wir uns fuer eine spaetere Tour um 11 Uhr entschieden. In der Zwischenzeit haben wir uns die Robbenkolonie am Stadtrand angesehen. Eigentlich soll man immer einen Abstand von 10m zu den Robben einhalten. Allerdings lagen so viele doesende Robben auf dem Parkplatz herum, die man oft uebersehen hat, dass wir einiges naeher herankamen. Gestoert hat es die Robben offensichtlich nicht oder sie waren zu faul sich zu bewegen.
Das “Walewatching” war wirklich abenteuerlich. Wir wurden gewarnt nicht mitzufahren, falls wir seekrank werden. Sobald wir losfuhren wussten wir, warum. Der Seegang war so stark, dass wir wie in einer konstanten Achterbahn mehrere Meter hoch und runter geschleudert wurden. Der Tourguide hielt sich gut fest, erklaerte was man gegen den Wuergereiz unternehmen koenne (u.a. Schreien um das Adrenalin “loszuwerden” – fraglich ob man da nicht vielleicht noch anderes aus dem Inneren los wird..) und er erzaehlte in Seelenruhe alles rund um Wale, Delfine und Albatrosse.
Nach und nach intensivierte sich der saure Geruch um uns herum, der sich zunehmend mit dem Geruch nasser Kleidung vermischte… Als der Wal mit Hilfe eines Sonogeraets gesichtet wurde, sprinteten alle nach draussen – ausser diejenigen, die sich an ihren Tueten festhielten.
Wir beide sind auf das oberste Deck hinauf um im Regen und bei rauher See den besten Blick auf den Wal zu bekommen. Wir wurden zwar vollkommen durchgeschuettelt und waren klatschnass – es hat sich aber gelohnt! Einen echten Wal zu beobachten, der in aller Ruhe an der Oberflaeche atmet ist schon was Besonderes. Nach 10 min kam dann der Hoehepunkt: der Wal tauchte ab und praesentierte uns seine Schwanzflosse, anhand derer man uebrigens die unterschiedlichen Wale identifizieren kann.
Der Weg zurueck zum Hafen fuehrte an Robben und hunderten Delfinen vorbei, die allerlei Kunststuecke zeigten und sich scheinbar erfreuten die Touristen zu bespassen!
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