In Wanaka konnten wir ein paar Tage bei einem Freund der Familie, Richard, uebernachten. Ein warmes und trockenes Bett ist schon etwas sehr schoens nach einiger Zeit im Zelt.
Man mag es kaum glauben, aber als Beruf erschiesst der Mann Hasen, wilde Ziegen und alles an Wild was nicht auf eine Schafsweide gehoert. Diese fressen den Schafen naemlich das gute Gras weg. Selbstverstaendlich namen wir sein Angebot an einmal mit auf die Jagd zu gehen. Um das Gefuehl dafuer zu bekommen durften wir mehrmals mit seinem Gewehr schiessen. Allerdings auf ein unbewegliches Ziel, nicht auf Hasen. Mit jeglichen Einstellungen an diesem High-Tech Gewehr war es moeglich relativ genau auf 100 Meter die Mitte der Zielscheibe zu treffen; die 400 Meter Entfernung war schon eine groessere Herausforderung, aber wir haben jedes mal getroffen (der Hase waere also tod)!
Der Tag war noch jung und Richard fuhr mit uns in einem Allrad- Offroad- Truck die Berge hinauf (mit einem normalen Auto waere es definitive nicht moeglich dort hinzukommen!) und zeigte uns die Weiten der Farm-Grundstuecke. Hier tuemmeln sich auf dem Grundstueck ca. 15000 Schafe.
Richards Auto besitzt uebrigens kein Schiebedach. Dort wo es eigentlich sitzten sollte ist das Dach ausgebaut und einfach ein Loch. Dieses ist an allen 4 Seiten gepolstert und bietet ihm die Moeglichkeit einfach schnell aus dem Auto heraus zu schiessen. Die Fussmatte hatte dementsprechend eine nette Sammlung vieler leerer Patronenhuelsen. Wir kamen in den Genuss seine Schusskuenste zu beobachten, als wir an ein paar Hasen vorbeikamen.
Der Hunger meldete sich zum Abend hin, aber auch darauf war Richard vorbereitet. Am Flussufer irgendwo in der Pampa zauberte Richard aus einem Versteck heraus einen Campingtisch mit 4 Stuehlen. Dann kochte uns auf Camping-Gas-Kochern ein absolut perfektes Abendessen (Wildfleisch mit gebratenen Kartoffeln und Gemuese). Einmalig!
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