![]() |
| 112° F entsprechen 44,4° C |
![]() |
| Chefkoch Richard |
In Laredo mieteten wir uns ein Auto um nach Westtexas zu fahren. Wir dachten wir würden das billigste Mietauto, das es auf dem Markt gibt, bekommen. Allerdings wurde uns der Schlüssel zu einem fast neuem Chevrolet Impala überreicht. Mit so viel Komfort haben wir nicht gerechnet!
Dank unserem gemieteten Navi kamen wir nach 8h Autofahrt in Seminole an, dem Ort in dem Julia in 2001 zur high school gegangen ist.
Dort sind wir bei einer Freundin und deren kleiner Familie (Eva, ihr Mann Johnny und deren 6 Monate alter Sohn Grayson) untergekommen.
Jetzt denkt jeder sicherlich, Westtexas sieht doch wahrscheinlich so aus wie es in Filmen immer dargestellt wird: riesige Ranches mit tausenden von Rindern und Cowboys die auf Pferden diese eintreiben. Ach ja und die wehenden Tumbleweeds (das sind die bekannten Steppenpflanzen die bei einer Western-Schießerei durch das Bild wehen) dürfen auch nicht vergessen werden. Aber nein, weit gefehlt! Westtexas hat landschaftlich nicht sonderlich viel zu bieten: rot-brauner Sand, staubig, flach, trocken und heiss, einige dürre Sträucher (Mesquite), ein paar Longhorn-Kühe und hunderte Pumpjacks. Mit diesen Pumpjacks wird überall Öl gefördert. Selbst auf dem Golfplatz und innerhalb von Wohngebieten gab es eingezäunte Öl-förder-Gebiete. In den Städten selbst dreht es sich nur um das Ölgeschäft. Fast jede ansässige Firma hat etwas damit zu tun (die einen suchen nach Öl, die anderen bohren danach, die nächsten bauen alles für die Ölföderung und es gibt sogar Firmen die die alten, nicht mehr gebrauchten Eisenpipelines recyceln).
![]() |
| Ein Pumpjack mitten in der Stadt |
![]() |
| Die aufregende Westtexanische Natur... |
In Seminole selbst war es zusätzlich noch fürchterlich windig, sodass wir uns eigentlich nur im abgedunkelten und klimatisierten Haus aufgehalten haben. Eva zeigte uns/Tim Seminole, womit wir allerdings nach 30min fertig waren, weil es dort schlicht nicht sonderlich viel zu sehen gibt! Wir besuchten sogar das kleine heimatliche Museum, von dessen Existenz Julia in ihrem Austauschjahr nichts wusste.
Am Sonntag unternahmen wir einen Ausflug zu den Carlsbad Caverns in New Mexico. Die unterirdischen Höhlen liegen 200 - 400m unter der Erdoberfläche und haben die weltweit größten unterirdischen Räume. Natürlich sind die Höhlen auch bekannt für ihre Tropfsteine und bizarre Kalksteinformationen.
![]() |
| Ursprünglich hiess dieses Exemplar "Brust", dann "chinesischer Hut", jetzt haben prüde Amerikaner bewirkt, dass der gute Stalagmit namenlos ist. |
Nach 4 Tagen Seminole besuchten wir „Uncle Bob“ in Andrews, das 30min südlich von Seminole liegt. Uncle Bob ist ein richtiger Bilderbuch-Cowboy. Es gibt sie also doch noch!!! Er besitzt seine eigene kleine Ranch mit Stieren und Pferden und brandet diese ebenfalls selbst mit seinem eigenen Zeichen (ein Blitz). Sein gesamtes Haus ist mit Texas-Sternen und Western-Motiven dekoriert; selbst auf dem Bett ist ein Cowboystiefelkissen platziert.
| Uncle Bobs Schwimmteich mit Haus im Hintergrund |
![]() |
| der Kronleuchter aus Hirschgeweihen |
![]() |
| Uncle Bob beim Team Roping |
Uncle Bob zeigte uns sein Anwesen sowie seine Firma und stellte uns dort jeden dritten seiner 140 Mitarbeiter vor. Unser Nachmittagsprogramm bestand darin, dass Bob mit uns zu einem seiner Mitarbeiter gefahren ist um uns, mit einer 1942 Thompson Maschinenpistole, schießen zu lassen. Dazu sind wir erst einmal mit Quads irgendwo in die Pampa gefahren (cave: Klapperschlangen und Skorpione!). Diese Art Waffen sind wahnsinnig selten und noch seltener ist es sie schießen zu dürfen. Das gehört in Texas eben auch dazu, aber so viele Waffen wie auf dieser Reise hatten wir noch nie in der Hand! Mit eine derartigen Maschinenpistole in der Gegend herumzuballern ist zwar wunderbar sinnlos, aber irgendwie auch eine einmalige Sache. Tim und ich waren Bonnie und Clyde ;-).

























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen